Knappe Outfits, strahlendes Lächeln, schöne Frauen vor schnellen Autos: Über Jahrzehnte waren die Grid Girls aus der Formel 1 nicht wegzudenken. Doch nun ist diese Ära zu Ende: Die Formel 1 verzichtet ab sofort auf ihre Grid Girls.

“Obwohl die Praxis, Grid Girls zu beschäftigen, seit Jahrzehnten ein fester Bestandteil der Grands Prix ist, glauben wir, dass diese Sitte nicht mit unseren Markenwerten in Einklang steht und klar im Widerspruch zu modernen gesellschaftlichen Normen steht”, sagte Marketingchef Sean Bratches vom Formel-1-Eigner Liberty Media.

Grid Girls nicht mehr “passend”

Der neue Besitzer der Rennserie glaubt, dass Grid Girls nicht mehr “passend” oder “relevant für die Formel 1 und ihre Fans” sind. Die Piloten hatten sich zuletzt allerdings für den Verbleib der schönen Frauen in der Startaufstellung stark gemacht. “Die Grid Girls müssen bleiben”, sagte Red-Bull-Fahrer Max Verstappen der Bild-Zeitung.

Und Nico Hülkenberg meinte: “Wäre wirklich schade, wenn sie den Augenschmuck vom Grid nehmen.”

Endgültig Geschichte: Grid Girls in der Formel 1

In der Startaufstellung posierten die Grid Girls bisher vor jedem Grand Prix mit Namens- und Startnummer-Schildern vor den Piloten, nach dem Rennen standen sie vor der Siegerehrung Spalier für die drei Schnellsten. Bei einigen Rennen wurden bereits auch Grid Boys und Kinder eingesetzt.

Die neuen Besitzer der Königsklasse hatten in der laufenden Sexismus-Debatte bereits angedeutet, den Einsatz der Grid Girls überdenken zu wollen. Die neue Saison startet am 25. März in Australien – ohne Grid Girls.

Lauda: “Haben die einen Vogel?”

“Das Auto zu parken und auf den Hintern von einem George oder Dave zu gucken, hat mir nicht gefallen”, hatte der Heppenheimer danach gesagt. Als die Idee im Dezember aufkam, die Grid Girls ganz abzuschaffen, fragte Ex-Weltmeister Niki Lauda nur: “Haben die einen Vogel?” Die Emanzipation der Frauen “ist vollkommen richtig, um genau zu sein, sind sie dabei, uns zu überholen. Wieso sollen sie nicht mehr da stehen dürfen?”, meinte der Österreicher.

Im Internet setzte nach der Verkündung der Entscheidung natürlich sofort ein Shitstorm ein. Romain Grosjean kann die ganze Aufregung hingegen überhaupt nicht nachvollziehen. “Mir ist es egal, ich bin mit dem schönsten Mädchen auf der Welt verheiratet”, twitterte der Franzose, der seit 2012 eine glückliche Ehe mit Marion Jolles führt.

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