Ex-Bundesliga-Trainer Felix Magath hat sich seinen Spitznamen “Quälix” wohl verdient. Magath holte in der Bundesliga drei deutsche Meisterschaften und zwei Pokalsiege.

Sein Philosophie verlangte dabei nach einem durchweg fitten Team. Dafür griff er auch mal auf anstrengende Trainingsmethoden – unter anderen mit Medizinball – zurück. Auch beim FC Fulham. Steve Sidwell – spielte in England unter Magath – verriet was seinem Ex-Trainer den Spitznamen wirklich einbrachte.

Heute läuft Sidwell in der Premier League für Brighton & Hove Albion auf.

Harte Strafen

Im Interview bei “BBC 5 live Sport” erzählt der Mittelfeldspieler von den kuriosen Strafen, die der Trainer verhängte.

Nach einem Auswärtsspiel, in dem wir armselig gespielt haben, stiegen wir aus dem Bus, und er sagte: ‚Ich will jeden um 8 Uhr morgen hier sehen, wir werden trainieren.‘

Anstatt einem freien Tag also eine Strafeinheit. Morgens mussten sich die Verlierer des Vortages in die unerfolgreiche Aufstellung stellen.

Wir gingen alle auf den Platz, der Keeper, vier Abwehrspieler, vier Mittelfeldspieler und zwei Stürmer positionierten sich, und er sagte: ‚Ihr wolltet gestern nicht laufen, also werden wir auch heute nicht laufen.‘ Er trillerte in seine Pfeife, und wir mussten alle stillstehen. Es war ein kalter Tag, es waren ein paar Jungs mit Handschuhen dabei, die waren aber sofort weg. Blätter wehten über den Platz. Du durftest zu niemandem Augenkontakt aufnehmen und solltest einfach nur da stehen. Und wir standen dort 40 Minuten.

Seltsame Rituale

Aber das ist auch noch nicht alles. Magaths Rituale scheinen ebenso abstrus wie seine Strafen:

Auf Auswärtsfahrten verordnete er, dass wir gemeinsam essen, danach ging es zurück auf das Zimmer. Aber um 21 Uhr musste jeder für ein Pint zurück in der Bar sein. Und wir sprechen hier nicht von einem Softdrink. Das war bei jedem Auswärtsspiel so.

Trotz der einstigen Erfolge mit dem FC Bayern und Wolfsburg, stieg Fulham nach Magaths Übernahme 2014 ab. Auch der Trainer wurde abgesägt. Magath hat sich neu orientiert und trainiert heute den chinesischen Erstligisten Shandong Luneng Taishan.

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