Erneuter Eklat im griechischen Fußball: Das Topspiel zwischen Pokalsieger PAOK Saloniki und Spitzenreiter AEK Athen ist am Sonntagabend beim Stand von 0:0 kurz vor dem Ende abgebrochen worden.

Nachdem das vermeintliche Führungstor der Gastgeber wegen einer Abseitsstellung nicht anerkannt worden war, stürmten Klub-Präsident Ivan Savvidis und weitere Personen auf den Platz.

Nach tumultartigen Szenen beendete der Schiedsrichter das Spiel vorzeitig, die AEK-Spieler hatten den Platz zu diesem Zeitpunkt bereits verlassen.

Wie einige Twitter-Nutzer erkannten, trug der Präsident des griechischen Erstligisten eine Waffe bei sich. Ob diese echt ist, oder nicht, bleibt allerdings offen.

Der griechische Fußballverband (EPO) hatte erst am Sonntag eine Strafe gegen PAOK wieder reduziert. Die Berufungskommission machte den Abzug von drei Meisterschaftspunkten rückgängig, zudem wurde der Zuschauerausschluss für zwei Spiele annulliert.

Die Geldstrafe in Höhe von 30.000 Euro bleibt aber bestehen.

Trainer mit Flasche beworfen

Am 25. Februar war es während des Spiels gegen Olympiakos Piräus zu dem bestraften Zwischenfall gekommen. Gäste-Trainer Oscar Garcia war von einem aus dem Publikum geworfenen Gegenstand am Kopf getroffen worden.

Das Spiel wurde 3:0 für Olympiakos gewertet, was ebenfalls bestätigt wurde.

Fans stürmen TV-Studio

Im Anschluss hatten wütende PAOK-Fans das TV-Studio des staatlichen Senders ERT 3 gestürmt. Der Moderator wurde gezwungen, fünf Minuten lang ein Protestschreiben zu verlesen.

Darin stand unter anderem, die Strafe sei “der größte Sportskandal der Geschichte”. Die Fans verließen das Fernsehstudio jedoch friedlich, niemand wurde festgenommen.

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