Polen hat es bei der Auslosung zur WM 2018, die am 1. Dezember stattfindet, erstmals in seiner Geschichte in den Lostopf 1 geschafft. Dort finden sich die besten acht Teams – darunter Weltmeister Deutschland oder auch Brasilien.

Nicht in Topf 1 findet sich dagen Spanien – weshalb verschiedene spanische Medien wie die “Marca” genüsslich vorrechnen, wie es Polen gelingen konnte, die “Furia Roja” in Topf 2 zu verbannen.

Alles für die FIFA-Rangliste

Der Trick: Nach der erfolgreichen EM 2016 mit dem Erreichen des Viertelfinales bestritt Polen bis einschießlich Oktober 2017 nur noch ein Testspiel – am 14. November 2016 beim 1:1 gegen Slowenien. Ansonsten beschränkte sich die Auswahl um Superstar Robert Lewandowski auf die Partien der WM-Qualifikation.

Für die Setzliste der Gruppenauslosung wird die FIFA-Rangliste – Stand 16. Oktober 2017 – herangezogen. Dabei fließen die Ergebnisse der letzten vier Jahre in die Wertung ein. Allerdings werden die Punkte von vor vier Jahren nur mit 20 Prozent in die Kalkulation einbezogen, die aus dem jüngsten Kalenderjahr mit satten 100 Prozent.

Polens Rechnung geht auf

Während sich Nationen wie Spanien oder England durch direkte Duelle in Testspielen Punkte abjagten, hielt Polen im wahrsten Sinne des Wortes den Ball flach und sorgte dafür, dass vor allem die starken Ergebnisse der EM und der WM-Qualifikation in die Wertung kamen.

Der Plan ging auf: Polen landete am 31. Oktober auf Rang sechs der FIFA-Weltrangliste, was für Topf 1 reicht. Spanien wurde nur Achter – und findet sich in Topf 2 wieder, da Russland als Gastgeber automatisch in diesem Topf gesetzt ist.

Seitdem das alles feststeht, hat Polen übrigens wieder Gefallen an Testspielen gefunden. Am 10. November gab es ein 0:0 gegen Uruguay, am 13. November eine 0:1-Niederlage gegen Mexiko. Die Mannschaft muss sich erst wieder an Freundschaftsspiele gewöhnen…

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