Kritik und Spitzen der Konkurrentinnen, Betretungsverbot der Turnieranlage und dank Wildcard doch die Chance auf den Turniersieg. Tennis-Superstar Maria Scharapowa steckt vor ihrem Comeback beim WTA-Turnier von Stuttgart im April in einer kuriosen Situation.

Hallenverbot zum Turnierstart

Besonders pikant ist die Tatsache, dass die Sperre der Russin erst am 25. April abläuft, denn dann hat das Stuttgarter Turnier längst begonnen. Ihr Erstrundenmatch bestreitet Scharapowa daher erst am 26. April, nachdem sie in den Tagen zuvor die Anlage wegen ihrer noch laufenden Dopingsperre gar nicht betreten darf.

Das Comeback der 29-Jährigen mit all‘ den Begleitumständen kommt vielen Konkurrentinnen nicht gut an. Angelique Kerber findet das Ganze “ein wenig seltsam. Wir haben so viele gute deutsche Spielerinnen, die gerade bei einem Heim-Turnier eine Wildcard bräuchten.”

“Jeder verdient eine zweite Chance – auch Maria”

Die Dänin Caroline Wozniacki wurde deutlicher und nannte die Vorgehensweise im Fall Scharapowa “respektlos” gegenüber den anderen Spielerinnen. “Jeder verdient eine zweite Chance – auch Maria. Doch nach einer Sperre sollte eine Spielerin unten anfangen und sich wieder sportlich zurück nach oben kämpfen müssen”, sagte die ehemalige Weltranglistenerste Wozniacki der “BBC“.

Scharapowa, die das Sandplatzturnier in der schwäbischen Metropole 2012, 2013 und 2014 gewann, ist seit Jahren die internationale Markenbotschafterin des Stuttgarter Turniersponsors. Man darf gespannt sein, wie der Empfang für Scharapowa ausfällt, wenn sie dann in Stuttgart aufschlägt…

Alle Buzz-Themen im Überblick:

Mehr Sport gibt es auf Eurosport.de

Tweener-Lob als Winner: Del Potro reißt Fans von den Sitzen