Bei den Ski-Weltmeisterschaften in St. Moritz ist es zu einem erschreckenden Zwischenfall gekommen.

Während der Flugshow der “PC-7-Staffel”, die als Show-Act zwischen den Durchgängen stattfand, touchierte einer der Flieger das obere Spannseil einer Seilbahnkamera über dem Zielbereich.

Die Kamera stürzte daraufhin in den Zielraum, die Show wurde umgehend abgebrochen. Verletzt wurde Gott sei Dank niemand.

“Militärbehörden haben Ermittlungen aufgenommen”

“Ein Flugzeug der Schweizer Luftwaffe hat das Tragseil der ‚SF‘-Kamera touchierte. Das Tragseil fiel herunter. Dabei wurde niemand verletzt. Der ‚PC-7‘-Flieger konnte selbstständig landen. Die Polizei sowie die Militärbehörden haben die Ermittlungen aufgenommen”, erklärte Roman Rüegg, Vertreter der Kantons-Polizei Graubünden.

Die Flugstaffel trainierte während der beiden Läufe für ihren für Samstag geplanten Auftritt. Der Flieger habe den Flugplatz im nahe gelegenen Samedan “selbstständig” erreicht, teilte Rüegg mit.

Dem Schweizer Fernsehen entstand ein Sachschaden von 250.000 Euro. Die Schweizer Militärjustiz hat die Untersuchung des Vorfalls an sich gezogen.

30902 views

 

Neureuther fassungslos

“Es ist immer ein sehr korrektes Volk, das bei jedem Kilometer, den man zu schnell fährt, da rumtut. Und dann können sie nicht einen Meter zu hoch fliegen, das geht mir nicht in den Kopf rein”, sagte Felix Neureuther.

“Das ist eine brutale Geschichte, wir hatten Glück, dass nicht mehr passiert ist”, sagte FIS-Renndirektor Markus Waldner.

“Mich hat das schockiert. Man hat immer ein bisschen Angst, dass so etwas passieren kann”, erklärte Urs Lehmann, Präsident des Schweizer Skiverbandes und bei WM als Experte für Eurosport in Einsatz. “So etwas habe ich noch nie erlebt – außer vielleicht damals mit der Drohne, die nur zwei Meter neben Marcel Hirscher runter ist. Das ist schon gefährlich. Wir hatten Riesenglück.”

Neureuther und Co. sitzen im Lift fest

Wegen des Zwischenfalls musste aber aus Sicherheitsgründen vorübergehend der Sessellift mit den meisten Rennläufer wie Neureuther oder dem späteren Sieger Marcel Hirscher (Österreich) angehalten werden.

Das abgerissene Zugseil fiel auf das Seil des Sessellifts, ob es auch Kabinen berührte, in denen Rennläufer saßen, konnte die Kantonspolizei Graubünden nicht beantworten.

Die Athleten konnten mit einer Verzögerung von rund 15 Minuten weiterfahren, das Rennen um die Medaillen begann deshalb eine halbe Stunde später als geplant. Stefan Luitz (Bolsterlang) saß ebenfalls im Lift und hatte nur noch wenige Meter bis zur Endstation zurückzulegen.

“Ich hätte vielleicht noch raushupfen können, aber es war ein bisschen hoch. Ich war mit dem Maier Wolfgang (DSV-Alpindirektor, Anm. d. Red.) und dem Hirscher Marcel im Lift, also habe ich mir keine Sorgen gemacht. Weil, wenn der Marcel noch im Lift sitzt, passiert so schnell nix”, sagte der Allgäuer.

“Das hätte sehr, sehr schlimm ausgehen können”, sagte Neureuther, der im Lift von einem italienischen Trainer über die Hintergründe des außerplanmäßigen Halts informiert wurde.

Alle Infos zur Ski-WM bei Eurosport.de

Alle Buzz-Themen im Überblick

Gratulation von IHM: Ski-Star Weirather fällt fast in Ohnmacht